Category: Finanzen

Banken: „Unterirdische“ Beratung

Von Alex, 20. Juli 2010 17:02

Stiftung Warentest“ hat auch in seiner jetzt veröffentlichten neuen, vergleichenden Studie keine positive Entwicklung in der Bankberatung konstatieren können. Keine einzige der untersuchten Banken konnte mit „gut“ bewertet werden. Nicht einmal an die gesetzlichen Vorgaben hielten sich die meisten von Ihnen.

146 Filialen von 21 Kreditinstituten wurden durch eingesetzte Tester auf die Qualität ihrer Anlagenberatungsgespräche untersucht. In über der Hälfte der Fälle, wurden den Testern beispielsweise nicht das gesetztlich vorgeschriebene Beratungsprotokoll ausgehändigt – trotz der Bitte darum. Nur drei Banken bekamen mit „befriedigend“ das beste erreichte Ergebnis, sechs Banken schnitten „mangelhaft“ ab und die restlichen zwölf kamen gerade einmal auf ein „ausreichend“. Ein drittel der Berater fragte vor der Empfehlung einer Anlage weder nach dem Einkommen, noch nach allgemeinen Vermögensverältnissen des Kunden. Wie sie ohne diese Daten eine für den Kunden passende Anlage gefunden haben wollen, ist unklar. Die Ergebnisse des Tests fiel noch schlechter aus, als im vergangenen Jahr. Offensichtlich haben die Banken kein ersnsthaftes Interesse daran, aus ihren Fehlern, für die wir alle heute bezahlen, zu lernen. Ein Armutszeugnis für unsere Kreditinstitute. Offensichtlich wird sich hier ohne stärkeren Druck durch die Bankaufsicht auch nichts ändern.

Wert des Euro sinkt weiter

Von Alex, 5. Juni 2010 21:11

Die durch die Finanzkrise verstärkte Schuldenmisere vieler EU-Staaten, zeigt sich jetzt auch in der Bewertung des Euro. Erstmals seit über vier Jahren, ist er unter die Marke von 1,20 Dollar gesunken. Als Grund für die Kursverluste gaben die Händler die Unsicherheit der Anleger und den fehlenden Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt an. So sank der Euro auf 1,193 Dollar – gegenüber dem Schweizer Franken sogar auf 1,38. Durch die hohen Staatsverschuldungen, kommt es auch zu höheren Risikoaufschlägen für Staatsanleihen. Selbst die Schweizer Nationalbank, hat nicht wie bisher zur Stärkung des Euro eingegriffen. Besonders betroffen sind Italien, Spanien, Portugal und Griechenland.

Experten fürchten jetzt, dass die Schuldenkrise auch auf viele Osteuropäische Länder übergreifen wird. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits in Ungarn. Auch wenn viele Länder Osteuropas weniger Schulden haben; die Schuldenstandsquoten werden an der Bruttoinlandproduktion gemessen. Und um die stabil zu halten, oder steigern zu können, sind die osteuropäischen Länder noch zu einem großen Teil auf den Export in die alten EU-15-Staaten angewiesen. Diese jedoch müssen jetzt sparen und das wirkt sich auch auf das Kaufverhalten ihrer Bürger aus. Der sinkende Wert des Euro ist zwar profitabel für die Exportwirtschaft, weil die Ausfuhr von Waren billiger wird, aber gleichzeitig steigen die Preise, für die in Dollar bewerteten Rohstoffe, auf die fast alle europäischen Länder angewiesen sind.

Inflationsrate steigt im Mai weiter an

Von Alex, 27. Mai 2010 19:29

Wie das Statistische Bundesamt Destatis am Donnerstag mitteilt, erhöhten sich die Preise im Mai 2010 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent. Zum Vormonat gab es eine Erhöhung der Verbraucherpreise von 0,1 Prozent.

Wie Destatis in der Pressemitteilung angibt, sind wie in den Monaten zuvor die Preiserhöhungen von leichtem Heizöl und der Kraftstoffe für die Inflation verantwortlich. Verringert haben sich die Preise bei Gas, was die Rate nach unten korrigiert.

Die entgültigen Ergebnisse können sich bis Monatsende noch verändern, den letzten Stand gibt das Statistische Bundesamt erst am 10. Juni aus.

Konsumverhalten in Deutschland schwächer

Von Alex, 26. Mai 2010 12:26

Wie das Marktforschungsinstitut GfK am Mittwoch mitteilt, ist das Konsumverhalten der Bürger in Zeiten der Eurokrise und den hohen Schulden des Staates zurück gegangen.

Die Konsumenten erwarten lauf GfK hinsichtlich des Rettungsschirms in der Euro-Zone eine erhöhte Inflation und gehen nicht mehr so locker mit ihrem Geld um. Im April noch gab es ein erhöhtes Kaufaufkommen, was sich im Monat Mai wieder revidierte.

Die Prognose der GfK im Hinblick auf den Monat Juni sieht einen Verlust des Konsumklimas. Die entscheidenden Faktoren des Rückgangs sind die Diskussionen über Griechenland und die Stabilität des Euros.

Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Konsum jedoch um 1,1 Punkte gestiegen. Der vom Institut herausgegebene Indikator stieg demnach von 2,6 auf 3,7 Punkte.

Finanzkrise: Flucht in Sachwerte

Von Alex, 22. Mai 2010 14:30

Der derzeit niedrige Euro-Kurs lockt ausländische Investoren und Käufer nach Europa. Das macht sich beispielsweise auf dem Kunstmarkt bemerkbar. Bei Versteigerungen alter Meister in Köln, überschlagen sich Käufer aus Amerika, Russland und Britanien. Auch deutsche Käufer, die Investitionen in Kunst derzeit für eine sichere Alternative zu Aktien und Sparanlagen halten, bieten in Köln fleißig mit. So wundert es nicht, dass viele Gemälde Höchstpreise erzielen. Die Altdeutsche Gemäldesammlung von Walter Steinmetz beispielsweise, wurde mit 29 Bildern restlos verkauft und brachte allein einen Erlös von 1,7 Millionen Euro. Eines der schönsten Bilder des 19. Jahrhunderts, das bei der Auktion in Köln verkauft wurde, war Karl Friedrich Schinkels Gemälde „Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer“, dass für 466.000 Euro verkauft werden konnte. Aber nicht nur Bilder, auch Skulpturen, alte Möbel oder Meißner Porzellan finden immer wieder gut zahlende Käufer. So wurden Spitzenstücke aus der Meißner Manufaktur für 112.000, 88.000 und 221.000 Euro verkauft.

Allein im Frühjahr 2010 hatte die Firma Lempertz, die die Auktionen veranstaltet, 90% mehr Umsatz, als im Frühjahr des vergangenen Jahres.