Erst im Januar dieses Jahres wurde unter großem Protest aus der Bevölkerung der Mehrwertsteuersatz für Hotels und den Gastronomiebereich auf 7 Prozent gesenkt. Davon erwartete sich vor allem die FDP eine Steigerung der Übernachtungszahlen und somit auch einen Aufschwung des Tourismus in Deutschland. Natürlich ist in so kurzer Zeit nicht abzusehen, ob diese Strategie erfolgreich ist oder nicht. Wenn es nach dem Willen etlicher Mitglieder der CDU-Fraktion geht, wird die Kürzung auch nicht lange genug bestehen bleiben, um sich zu bewähren. Michael Fuchs, stellvertretender Vorsitzende der CDU-Fraktion brachte jetzt in einem Interview das Thema wieder ins Gespräch. Er hällt die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels und Gaststätten für einen Fehler, der das Mehrwertsteuersystem unnötig verkompliziert. Falls er es schafft das Thema wieder in den Bundestag zu bringen, könnte die Mehrwertsteuersenkung noch in diesem Jahr wieder gekippt werden.
Die Jahreszeitlich bedingte Erholung der Konjunktur kommt für viele Unternehmen zu spät. Immer mehr Firmen müssen Insolvenz anmelden. Tausende Firmen und Privatleute, gehen in Konkurs.
Im März dieses Jahres wurden 3125 Unternehmensinsolvenzen beantragt. Das sind 8,7 Prozent mehr, als im vergangenen Jahr. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im März um 18 Prozent. Das wiederum schwächt auf Jahre ihre Kaufkraft und somit auch den Handel. Vor allem die kleineren und mittleren Unternehmen und Handwerksbetriebe haben Zahlungsschwierigkeiten; oftmals ausgelöst durch zögerliche Zahlungen ihrer Kunden.
Wie das Statistische Bundesamt Destatis am Donnerstag mitteilt, erhöhten sich die Preise im Mai 2010 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent. Zum Vormonat gab es eine Erhöhung der Verbraucherpreise von 0,1 Prozent.
Wie Destatis in der Pressemitteilung angibt, sind wie in den Monaten zuvor die Preiserhöhungen von leichtem Heizöl und der Kraftstoffe für die Inflation verantwortlich. Verringert haben sich die Preise bei Gas, was die Rate nach unten korrigiert.
Die entgültigen Ergebnisse können sich bis Monatsende noch verändern, den letzten Stand gibt das Statistische Bundesamt erst am 10. Juni aus.
Wie das Marktforschungsinstitut GfK am Mittwoch mitteilt, ist das Konsumverhalten der Bürger in Zeiten der Eurokrise und den hohen Schulden des Staates zurück gegangen.
Die Konsumenten erwarten lauf GfK hinsichtlich des Rettungsschirms in der Euro-Zone eine erhöhte Inflation und gehen nicht mehr so locker mit ihrem Geld um. Im April noch gab es ein erhöhtes Kaufaufkommen, was sich im Monat Mai wieder revidierte.
Die Prognose der GfK im Hinblick auf den Monat Juni sieht einen Verlust des Konsumklimas. Die entscheidenden Faktoren des Rückgangs sind die Diskussionen über Griechenland und die Stabilität des Euros.
Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Konsum jedoch um 1,1 Punkte gestiegen. Der vom Institut herausgegebene Indikator stieg demnach von 2,6 auf 3,7 Punkte.
Alle schimpfen, der Euro ist nichts mehr wert. Er fällt weiter und weiter. Am Montag wurde mit 1,2382 US$ der tiefste Euro-Stand seit 4 Jahren verzeichnet. Am Mittwoch liegt er nun wieder bei 1,2412 US$. Aber über den Kurs muss man sich nicht umbedingt beklagen. Bei der Einführung des Euros als Buchgeld am 4. Januar 1999 lag er nur bei 1,1789 US$. Am 27. Oktober 200 lag eine Gleichheit zwischen den Währungen vor. Jeder Euro war ein US-Dollar wert. Der bisher tiefste Eurowert, ebenfalls noch vor der Einführung als Geld-Währung wurde am 26. Oktober 2000 mit nur 0,8252 US$ erreicht. Auch bei Einführung als Bargeld im Januar 2002 wurde als Höchststand im gesamten Jahr am 31.12. nur ein Wert von 1,0487 erreicht. Erst im darauffolgenden Jahr tieg der Kurs kontinuierlich weiter, wobei der Höchstwert bis 2006 immer noch unter 1,37 US$ lag. Durch die Suprime-Krise wurde der Euro sehr stark und lag bei seinem bisherigen Rekordhoch bei 1,5990 US$. Der bisher höchste gehandelte Wert lag zu diesem Zeitpunkt sogar bei 1,6038 US$. Nachdem viele immer noch der Deutschen Mark nachweinen. Diese hatte ihren Höchstwert umgerechnet nur bei 1,4561 US$. Doch ein schwacher Dollar hat auch seine Vorteile. Der Export ist günstiger, somit wird das Wirtschaftswachstum wieder zu einem gewissen Grad gestärkt.
Selbst wenn der US$ noch weiter sinkt und man nur noch für einen Euro einen US$ erzielt, sieht man an den vergangenen Jahren, dass immer ein reger Wechselkurs zustande kommt, der auch wieder Höhen erzielt.
Die Strategen halten einen weiteren Abrutsch bis zur Gleichheit für denkbar, auch wenn die Mehrheit der Deutschen an den Euro glaubt und sie meinen, dass der Euro bei circa 1,2 bis 1,3 US$ bleibt. Dennoch befürchten viele das schlimmste. Aber man sieht, dass bei dem Wechselkurs noch viel Spielraum ist.
Kleiner Rückblick! Früher war es mit den Währungen (Italien, Spanien, Österreich, usw.) nicht recht viel anders. Man musste sich immer an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.