Kategorie-Archiv: Wirtschaft

Lendico nun auch für Unternehmen!

Lendico, einer der führenden Kreditmarktplätze in Deutschland, erweitert das eigene Angebot um Firmenkredite für Selbstständige/ Unternehmer. Zuvor hatte man sich auf Privatkredite an Selbstständige in maximaler Höhe von 30.000 Euro spezialisiert. Die Firmenkredite erlauben hingegen ein Kreditvolumen von 10.000 – 250.000 Euro und stehen damit in direkter Konkurrenz zum Partnerunternehmen Funding Circle. Eine Verschmelzung der Geschäftszweige wäre wohl durchaus ein weiterer logischer Schritt. Ein Großteil der Gelder sollen durch institutionelle Anleger bereitgestellt werden.

Anbei nochmal kurz die Unterschiede der nun 2 verfügbaren Kreditvarianten für Selbstständige:

  • Firmenkredit für Selbstständige:
    • Bilanzierung nach HGB
    • Jährlicher Mindestumsatz mindestens 50.000 Euro
    • Seit mindestens 2 Jahren Unternehmer
    • Kreditsumme: 10.000 EUR – 250.000 EUR
  • Privatkredit für Selbstständige:
    • Bilanzierung nach Einnahmenüberschussrechnung
    • Seit mindestens 2 Jahren selbstständig
    • Kreditsumme: 1.000 EUR – 30.000 Euro

Hier geht es zum Angebot von Lendico.

Und hier zu unserer Informationsseite.

Gewerbesteuer weiterhin keine Betriebsausgabe! – Update

Personengesellschaften dürfen auch weiterhin die Gewerbesteuerlast nicht als gewinnmindernde Betriebsausgabe gelten machen. Das entschied nun nach erneuter Klage abermals das BFS und bestätigt damit die aktuelle Rechtslage.

Seit dem Umsatzsteuerreformgesetz im Jahre 2008 ist die Gewerbesteuer keine Betriebsausgabe mehr und darf somit nicht mehr gewinnmindernd angerechnet werden.

Unternehmer trauen der Cloud nicht?!

Eine interessante Studie von Atos Origin und Canopy bescheinigt den deutschen Geschäftsentscheidern eine gewisse Phobie bei den Cloudlösungen. So haben fast 60 % Bedenken bei der Sicherheit und beim Datenschutz. Diese Bedenken sollten aber durchaus kritisch hinterfragt werden. Sind denn firmeneigene Rechner und Server wirklich besser geschützt, als die Serveranlagen von großen Cloud-Unternehmen? Eher bietet jeder einzelne Arbeitsrechner doch seine eigene Schwachstelle und diese Schwachstellen werden oft erst durch die Anwender geöffnet. Und wie schauen dann die Haftungsfragen bei eigenen Versäumnissen aus?

Cloudlösungen müssen sicher ordentlich hinterfragt werden, aber Phobien sind hier eher unangebracht. Letztendlich ist fast jeder Unternehmer mit dem Internet verbunden und lebt so indirekt eine Cloud vor. Ein „Datendiebstahl“ kann nicht über die Cloud erfolgen, sondern kann ganz einfach auch über abgefangene Mails oder direkt vom Arbeitsrechner durch Trojaner geschehen. Wir leben alle schon in unserer eigenen Cloud!

Netbank neu aufgenommen

Die Netbank war eine der ersten Onlinebanken, die einen Kredit an Freiberufler und Selbstständige vergeben hat und ist damit durchaus als Vorreiter zu sehen. Leider hatte die Netbank in der Folgezeit unter der zunehmenden Konkurrenz Mühe das eigene Angebot attraktiv zu halten und so verschwand sie auch aus unserem Ranking.

Aufgrund des zuletzt durchaus positiven Feedbacks, haben wir uns aber entschlossen, die Netbank wieder ins Ranking aufzunehmen und damit der Konkurrenz zu stellen.

Die monatlichen Auswertung wird zeigen, ob das neue Vertrauen auf fruchtbaren Boden gestoßen ist.

Mindestlohn erreicht die Fleischbranche

Seit August gilt auch für die Fleischbranche der neu eingeführte Mindestlohn. In einer bis Dezember dauernden Übergangszeit, liegt dieser bei 7,75 Euro, pro Stunde. Ab Dezember erhöht sich der Stundenlohn auf 8,00 Euro. Ab Oktober 2015 steigt er dann ein weiteres Mal, auf 8,60 Euro und im Dezember 2016 auf 8,75 Euro. Das Kabinett bestätige dafür heute die vom Arbeitsministerium erstellte Verordnung. Damit wird zum ersten Mal eine Lohnuntergrenze für die Fleischwirtschaft festgelegt. Mit dem Mindestlohn für die Fleischwirtschaft startet der im Januar abgeschlossene Mindestlohntarifvertrag, der für alle Branchen verbindlich gilt. Unternehmen der Fleisch- und Schlachtbranche sind schon seit Jahren wegen ihrer Dumpinglöhne in Verruf geraten. Auch schlechte Arbeitsbedingungen und Missbrauch der Werkverträge, werden in diesen Branchen immer wieder bemängelt. Erst Anfang des Jahres 2014 konnte, mit Hilfe der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), eine Einigung für eine bundesweite Lohnuntergrenze erzielt werden. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) begrüßte die jetzt gebilligte Verordnung als „gutes Zeichen“ um „Hungerlöhne“ zu beseitigen.