Category: Wirtschaft

Aufschwung kommt bei Arbeitnehmern kaum an

Von , 22. September 2011 12:09

Der Wirtschaftsaufschwung der letzten Monate ist bei den Arbeitnehmern kaum angekommen. Ein Bericht der Europa-Behörde “Eurofound” zeigt, dass die Reallöhne im vergangenen Jahr nur leicht gestiegen sind. 0,6 Prozent haben Arbeitnehmer durchschnittlich mehr verdient. Der viel gepriesene und durch Staatsgelder mitfinanzierte Aufschwung, hat nur wenige, von Steuergeldern hoch subventionierte Nutznießer. Auch im Bereich der Lohngerechtigkeit sind in Deutschland keine Fortschritte erzielt worden. Noch immer werden Frauen um mehr als 23 Prozent schlechter bezahlt, als Männer. Während in den meisten EU-Ländern der geschlechtsspezifische Unterschied bei der Bezahlung sank, erhöhte er sich in Deutschland sogar in den letzten 12 Monaten. Zum Vergleich; in Slowenien beträgt der Unterschied nur etwas über 3 Prozent.

Sinkende Wirtschaftsentwicklung erwartet

Von , 9. September 2011 11:31

Härte Zeiten für Unternehmer hat jetzt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) errechnet. Ab Ende des Jahres soll das Bruttoinlandprodukt in Deutschland wieder allmählich sinken. “Das Wachstum verläuft viel langsamer als wir vor drei Monaten dachten, das Risiko eines Negativwachstums ist gestiegen”, stellt Pier Carlo Padoan, Chefökonom des OECD, fest. Die Organisation hat aktuell die Entwicklung der sieben größten Industriestaaten neue bewertet und musste unter anderem für Deutschland eine sinkende Entwicklung der Wirtschaft feststellen. Für ganz Europa rechnet inzwischen auch die Europäische Zentralbank mit einem abgeschwächten Wirtschaftswachstum. Das wird sich verstärkt auf Unternehmen der Exportbranche und den Dienstleistungssektor in Deutschland auswirken. Aufgrund der schlechteren Prognosen mahnt die OECD eine stärkere Unterstützung der europäischen Banken durch die EU-Regierungen an. Die finanzielle Unterstützung ist allerdings bereits jetzt heftig umstritten und hat sicher bald ihr Limit erreicht. Dann werden sich die deutschen Unternehmer etwas einfallen lassen müssen, um erfolgreich zu bleiben.

Verstärkt Wirtschaftsspionage über das Internet

Von , 2. September 2011 16:11

Immer öfter wird das Internet zur Wirtschaftsspionage genutzt, wie der Experte für Wirtschaftsschutz, Michael George erklärt. Vielen Firmen fällt oft nicht einmal auf, dass ihnen wichtige Daten gestohlen wurden. Das Bayrische Landesamt für Verfassungsschutz weist darauf hin, dass sich Firmen in Fragen der Sicherheit auch an diese Behörde wenden kann. Wirtschaftsschutz ist inzwischen ein wichtiger Teil des Verfassungschutzes, da die Wahrung des für den wirtschaftlichen Wettbewerbs relevanten Wissens, auch politische Auswirkungen haben kann. Die Leistungsfähigkeit Deutschlands hängt davon ab, dass deutsche Firmen im globalen Wettbewerb bestehen können. Michael George bemängelt, dass viele Unternehmen sich nicht ausreichend um die Sicherung ihrer Daten kümmern und oft erst aufmerksam werden, wenn es zu spät ist.

Mittelstand meidet Elektroautos

Von , 25. August 2011 13:09

Trotz steigendem Bewusstseins für die Auswirkungen des CO2-Ausstoßes im Straßenverkehr auf unser Klima und damit auf unsere Zukunft, werden Elektroautos von Selbständigen und mittelständischen Firmen kaum als Dienstwagen genutzt. Dabei lohnt sich ein E-Auto gerade für diese Gruppe, da in der Regel ihre Dienstfahrten im Umkreis ihrer Wohn- und Arbeitsstätte anfallen. Auch die steigenden Benzin- und Ölpreise schafften es bisher nicht, die kleinen Firmenbesitzer von Elektroautos für Dienstfahrten zu überzeugen. Als Gründe werden bei Umfragen zwar der geringere Aktionsradius genannt, doch der spielt für einen Großteil der Selbständigen keine Rolle. Allerdings ist es für kleinere Unternehmen oft schwer, sich gegen die wachsende Zahl von Konzernen und fusionierten Großunternehmen zu behaupten, so dass es wohl in erster Linie der etwas höhere Preis ist, der die Gedanken um die Folgen der verursachten Luftverschmutzung verdrängt.

Zahl der Firmenpleiten sinkt

Von , 29. Juni 2011 20:18

Durch den konjunkturellen Aufschwung ist die Zahl der Firmenkonkurse in der ersten Hälfte dieses Jahres erheblich gesunken. 11,1 Prozent weniger Firmen als im vorherigen Halbjahr, mussten von Januar bis Juni dieses Jahres Konkurrs anmelden. Dies teilte der Neusser Wirtschaftsinformationsdienst „Creditinformation“ mit. Insgesamt mussten 14.960 Firmen ihre Zahlungsunfähigkeit vor dem Insolvenzgericht erklären. Wie schon in den Vorjahren sind davon vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen betroffen. Dadurch sind, im Vergleich mit 2010, auch 29 Prozent weniger Arbeitsplätze durch Firmeninsolvenzen gefährdet. Aktuell müssen rund 110.000 Arbeiter und Angestellte befürchten, ihren Arbeitsplatz dadurch zu verlieren. Creditreform-Vorstand Helmut Rödl ist trotzdem optimistisch: “Der Wirtschaftsaufschwung hat sichtbar positive Auswirkungen auf das Insolvenzgeschehen”. Das zeigt sich auch in einem leichten Rückgang der Privatinsolvenzen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Dieser fällt wesentlich geringer aus, als der Rückgang der Firmenpleiten. “Trotz des florierenden Arbeitsmarktes liegt die Zahl der Privatinsolvenzen aber weiter auf hohem Niveau”, konstatiert Helmut Rödl.