Category: Wissenswertes

Vereinfachung der Kinderbetreuungskosten

Von Alex, 30. Juni 2010 19:23

Die Vereinfachungsregelung gilt für Kinderbetreuungskosten in einem Teil des Jahres. So können die Kinderbetreuungskosten als Werbungskosten/Betriebsausgaben oder als Sonderausgaben zählen. Steuermindernd wirken sich 2/3 der Kosten bis zum Höchstbetrag von 4.000 Euro aus. Ein großer Vorteil der Vereinfachungsregelung ist, dass man auf die taggenaue Abrechnung verzichten kann und nur monatsgenau abrechnen muss. Dies kann in manchen Fällen einen großen Steuervorteil mit sich bringen und etwas mehr im “Geldschwein”. Sollte aber die taggenaue Abrechnung günstiger sein, besteht kein Zwang zur Vereinfachungsregelung.

Umsätze bei Taxiunternehmen können geschätzt werden

Von Alex, 19. Juni 2010 20:57

Nach einem Urteil des Finanzgerichts Hamburg (Urteil vom 18.11.2009, Az. 6 K 90/08), darf das Finanzamt Umsätze und Gewinne von Taxiunternehmen schätzen, wenn diese Ihrer Pflicht nicht nachkommen, Schichtzettel zu führen und aufzubewahren. Betriebsprüfer sehen die Einkünfte von Taxiunternehmen besonders kritisch, da hier eine Gewinnermittlung oft sehr schwierig ist. Daher ist der Nachweis durch Schichtzettel unumgänglich. In den Schichtzetteln sollten alle relevanten Informationen enthalten sein. Dazu zählen:

  • welcher Fahrer
  • Welche Schicht
  • Kilometerangaben mit und ohne Kunden
  • Tachostände
  • Fahrten ohne Uhr
  • Fahrpreise und
  • Gesamteinnahmen

Sollte dies nicht möglich sein, kann der Taxiunternehmer alternativ auch unmittelbar nach Auszählung der Tageseinnahmen, diese in ein ordnungsgemäß geführtes Kassenbuch übertragen. Wenn der Unternehmer dieser Pflicht nicht nachkommt, berechtigt er das Finanzamt die Umsätze zu schätzen. Die Beamten dürfen sich hierbei an die Obergrenze des Schätzungsrahmens orientieren. Bei einem Taxiunternehmen kann dabei als Bemessungsgrundlage die durchschnittliche tägliche Fahrleistung der einzelnen Fahrzeuge zugrunde gelegt werden. In der Praxis sind 100 km je Wagen und Tag durchaus realistisch. Um solche Risiken zu vermeiden sollte der Unternehmer alle Fahrer in der Führung eines Fahrtenbuchs einweisen und diese auch zu kontrollieren.

Pokergewinne sind Steuerpflichtig

Von Alex, 7. Juni 2010 22:51

Obwohl Gewinne aus Glücksspielen normalerweise steuerfrei sind, hat die Finanzverwaltung es geschafft, auch hier die Möglichkeit einer steuerlichen Abschöpfung zu finden. Die OFD Frankfurt hat jetzt eine Verfügung heraus gegeben, aus der hervorgeht, das Pokergewinne versteuert werden müssen, wenn das Spiel berufsmäßig betrieben wird. Dann gelten die Gewinne als Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Allerdings sind weitere dafür notwendige Bedingungen, das auf Grund des zeitlichen und finanziellen Einsatzes nicht mehr von Freizeitvergnügen ausgegangen werden kann, und das eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Zumindest der letzte Punkt wirkt ein wenig albern – schließlich spielt jeder Spieler mit der Absicht, das Spiel zu gewinnen.

Finanzkrise: Flucht in Sachwerte

Von Alex, 22. Mai 2010 14:30

Der derzeit niedrige Euro-Kurs lockt ausländische Investoren und Käufer nach Europa. Das macht sich beispielsweise auf dem Kunstmarkt bemerkbar. Bei Versteigerungen alter Meister in Köln, überschlagen sich Käufer aus Amerika, Russland und Britanien. Auch deutsche Käufer, die Investitionen in Kunst derzeit für eine sichere Alternative zu Aktien und Sparanlagen halten, bieten in Köln fleißig mit. So wundert es nicht, dass viele Gemälde Höchstpreise erzielen. Die Altdeutsche Gemäldesammlung von Walter Steinmetz beispielsweise, wurde mit 29 Bildern restlos verkauft und brachte allein einen Erlös von 1,7 Millionen Euro. Eines der schönsten Bilder des 19. Jahrhunderts, das bei der Auktion in Köln verkauft wurde, war Karl Friedrich Schinkels Gemälde „Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer“, dass für 466.000 Euro verkauft werden konnte. Aber nicht nur Bilder, auch Skulpturen, alte Möbel oder Meißner Porzellan finden immer wieder gut zahlende Käufer. So wurden Spitzenstücke aus der Meißner Manufaktur für 112.000, 88.000 und 221.000 Euro verkauft.

Allein im Frühjahr 2010 hatte die Firma Lempertz, die die Auktionen veranstaltet, 90% mehr Umsatz, als im Frühjahr des vergangenen Jahres.

Finanzwissen: Von Geldanlagen keine Ahnung

Von Alex, 20. Mai 2010 11:18

TNS-Infratest ist eines der renommiertesten Marktforschungsunternehmen Deutschlands, dass bekannt ist für seine Wahlberichterstattung, im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Für die Fondsgesellschaft AXA Investment führt es eine jährliche Umfrage zum Thema Finanzwissen durch. 1000 Deutsche über 18 Jahre werden dazu befragt. Der Wissensstand wird mit einfachen Richtig-Falsch-Fragen ermittelt.

Seit Beginn der Finanzkrise sind die Themen Börse, Bankgeschäfte, Kapitalanlagen und finanzielle Sicherheit, ein Dauerbrenner in der Berichterstattung durch die Medien. Überraschenderweise haben die letzten Umfragen gezeigt, dass die Befragten umso häufiger falsch antworten, je länger die Finanzkrise dauert. So glaubten 39 Prozent der Teilnehmer, dass Fondsanlagen täglich, ohne Einhaltung von Fristen aufgelöst werden können und 40 Prozent nahmen an, dass Rentenfonds ihren Namen haben, weil sie für die Absicherung der gesetzlichen Rente sorgen sollten. Eines aber hatten die meisten Befragten gemeinsam; ihnen waren größtenteils ihre Wissenslücken bewusst und sie wünschten sich mehr Aufklärung, möglichst schon in der Schule. Das ist zwar richtig und sinnvoll, zeigt aber auch, dass das Thema Finanzen für viele Menschen nicht interessant genug ist, um sich freiwillig damit zu beschäftigen. Und das ist eine Einstellung, die sich häufig rächt. „Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als einen Monat für Geld arbeiten“ Zitat: Rockefeller