ING Geschäftskredit für Immobilienmakler: Meine ehrlichen Erfahrungswerte bei schwankenden Provisionen

Veröffentlicht am 17. Februar 2026

Immobilienmakler verdienen unregelmäßig – aber oft hoch

Ein erfolgreicher Makler kann in einem Monat fünfstellige Provisionen erzielen. Und dann kommt vielleicht zwei Monate lang – nichts.
Kein Gehalt.
Keine regelmäßigen Einnahmen.
Nur Fixkosten.
Büro.
Marketing.
Fahrzeug.
Software.
Personal.

Dieses Modell ist für Banken schwer greifbar. Und genau hier wird Finanzierung spannend.


Warum viele Makler zur ING schauen

Die ING positioniert sich als moderne Direktbank mit digitalen Prozessen. Gerade Selbstständige, die wenig Lust auf Filialtermine haben, fühlen sich dort oft wohler.
Der Antrag läuft online. Die Prozesse sind strukturiert.Die Kommunikation ist klar.

Für Makler, die viel unterwegs sind, passt das gut ins Arbeitsmodell.


Typische Finanzierungssituationen im Maklergeschäft

Marketingkampagnen vorfinanzieren
Büroausbau oder Standortwechsel
Personalaufbau
Liquidität zwischen zwei großen Deals
Investitionen in CRM-Systeme oder Digitalisierung

Gerade Marketing ist ein großer Faktor. Ohne Sichtbarkeit keine Objekte. Ohne Objekte keine Provision.


Meine Erfahrungswerte mit ING-Finanzierungen bei Maklern

Ich habe in den letzten Jahren einige Makler begleitet, die über Direktbanken finanziert haben. Drei Punkte fallen immer wieder auf.

1. Die Bonitätsprüfung ist zahlengetrieben

Emotionale Argumente wie „Ich habe gerade zwei große Objekte in Pipeline“ zählen wenig.

Was zählt:

Einkommenshistorie
Durchschnittliche Einnahmen
Stabilität über mehrere Jahre
Private Bonität

Wer stark schwankende Jahre hatte, muss das gut erklären können.


2. Schneller als klassische Filialbanken – aber nicht blind

Der digitale Prozess ist effizient.
Aber auch hier werden Unterlagen geprüft.

Steuerbescheide, Einnahmenüberschussrechnung, Kontoauszüge – alles relevant.

Makler mit sauberer Dokumentation haben klare Vorteile.


3. Kurzfristige Kredite können gefährlich sein

Viele Makler neigen dazu, mit zukünftigen Provisionen zu rechnen, als wären sie sicher.

Ein Deal kann platzen.
Ein Notartermin verschiebt sich.
Ein Käufer springt ab.

Wenn dann die Kreditrate fest eingeplant ist, entsteht Druck.

Das darf man nicht unterschätzen.


Ein realistisches Szenario

Ein Makler investiert 30.000 € in eine große Marketingkampagne und Social-Media-Auftritt, um sein Geschäft zu skalieren.

Finanziert über einen Geschäftskredit.

Wenn die Pipeline realistisch kalkuliert ist, kann das sinnvoll sein.

Wenn man auf eine einzige große Provision spekuliert, wird es riskant.


Der größte Denkfehler im Maklergeschäft

„Der nächste Deal kommt schon.“
Das mag oft stimmen – aber nicht garantiert.
Finanzierung sollte nie auf Hoffnung basieren, sondern auf Durchschnittswerten.


Für wen ING-Geschäftskredite sinnvoll sein können

Sinnvoll für:
Etablierte Makler mit stabiler Historie
Klare Einkommensnachweise
Geplante Investitionen
Digital affine Unternehmer

Weniger sinnvoll für:
Sehr junge Makler ohne belastbare Zahlen
Stark schwankende Einkommenshistorie
Spekulative Expansion


Für Immobilienmakler kann ein Geschäftskredit bei einer Direktbank wie der ING sinnvoll sein – wenn die Einnahmen über Jahre hinweg stabil genug sind.
Aber: Provisionsgeschäft ist volatil. Wer das ignoriert, finanziert Stress statt Wachstum. Makler brauchen vor allem eines: Liquiditätsdisziplin.