GLS Bank Mikrokredit für Friseursalons: Meine ehrlichen Erfahrungswerte aus der Praxis

Veröffentlicht am 23. Februar 2026

Friseure arbeiten mit Marge – nicht mit großen Summen

Ein Friseursalon ist selten ein Millionenbusiness. Aber es ist oft erstaunlich stabil.

Stammkundschaft. Regelmäßige Termine. Wiederkehrende Umsätze.
Und trotzdem ist Finanzierung schwierig.
Warum?

Weil Banken bei kleinen Beträgen oft wenig Interesse zeigen. Weil Sicherheiten fehlen. Weil Umsätze zwar konstant, aber nicht riesig sind.


Warum die GLS Bank für kleinere Unternehmer interessant ist

Die GLS Bank ist bekannt für nachhaltige und sozial orientierte Finanzierungen.
Gerade kleinere Selbstständige und Gründer fühlen sich dort oft besser aufgehoben als bei klassischen Großbanken.
Das Entscheidende:
Persönliches Gespräch.
Verständnis für kleine Geschäftsmodelle.
Mikrokredit-Strukturen.


Typische Finanzierungssituationen im Friseurbereich

Neugründung
Übernahme eines bestehenden Salons
Renovierung
Neue Stühle & Ausstattung
Überbrückung bei schwacher Saison

Gerade Renovierungen sind wichtig – weil im Friseurgeschäft das Ambiente extrem viel ausmacht.


Meine Erfahrungswerte mit Mikrokrediten

Ich habe mehrere kleinere Unternehmer begleitet, die Mikrokredite genutzt haben. Und hier wird es interessant.

1. Beträge sind kleiner – aber Verantwortung nicht

Mikrokredite bewegen sich häufig im Bereich von 5.000 € bis 25.000 €.

Das klingt überschaubar.

Aber bei einem kleinen Salon kann selbst ein 15.000 € Kredit spürbar sein.

Hier muss sauber gerechnet werden.


2. Persönlichkeit spielt eine größere Rolle

Gerade bei kleineren Banken oder spezialisierten Instituten zählt der persönliche Eindruck stärker.
Businessplan
Standortanalyse
Kundenstruktur
Eigeninitiative

Ein überzeugendes Konzept kann hier viel bewirken.


3. Keine Wunderkonditionen – aber realistisch

Mikrokredite sind selten die günstigsten Finanzierungen am Markt.
Aber sie sind oft zugänglicher.
Für kleine Unternehmer kann das wichtiger sein als der letzte Zinsprozentpunkt.


Ein realistisches Szenario

Eine Friseurin übernimmt einen bestehenden Salon mit 3 Mitarbeitern.
Investition: 35.000 € für Übernahme + 20.000 € Renovierung.
Ein Teil wird aus Eigenmitteln finanziert, ein Teil über Mikrokredit.
Mit stabiler Stammkundschaft kann das sehr tragfähig sein – wenn die Fixkosten im Griff bleiben.


Der größte Denkfehler im Friseurgeschäft

„Ich arbeite mehr, dann passt das.“
Mehr Arbeitsstunden ersetzen keine betriebswirtschaftliche Kalkulation.
Marge, Personalkosten, Standort – das sind die entscheidenden Faktoren.
Ein Kredit muss aus realistischen Umsätzen bedient werden, nicht aus Hoffnung.


Für wen ein GLS-Mikrokredit sinnvoll sein kann

Sinnvoll für:
Gründer mit klarem Konzept
Salonübernahmen mit Stammkundschaft
Renovierungs- und Modernisierungsprojekte
Kleine, überschaubare Investitionen

Weniger geeignet für:

Strukturell schwache Standorte
Hohe Verschuldung
Unklare Umsatzplanung


Ein Friseursalon ist kein Hochrisiko-Startup – aber auch kein Selbstläufer.
Ein Mikrokredit über eine Bank wie die GLS kann eine solide Lösung sein, wenn das Konzept stimmt und realistisch kalkuliert wird.
Finanzierung ist hier kein Wachstumsturbo – sondern ein Stabilitätsinstrument.