Hey zusammen,
habt ihr schon von der neuen EU‑Verbraucherkredit‑Richtlinie gehört, die ab dem 20. November 2026 gelten soll? 🤔 Laut einem Artikel wird „Buy Now Pay Later“ (BNPL) dann rechtlich wie ein Konsumentenkredit behandelt. Egal ob 14‑Tage‑Rechnung, 3‑Monats‑Raten oder Ratenkauf über 500 €, es soll immer eine Kreditwürdigkeitsprüfung und ein Widerrufsrecht geben. Anbieter dürfen dann auch keine Social‑Media‑Daten mehr auswerten und keine aggressiven Cross‑Selling‑Angebote machen.
Für uns Selbstständige klingt das erstmal kompliziert. Wir bieten unseren Kunden manchmal Teilzahlungen an oder nutzen BNPL‑Anbieter, um ihnen den Kauf zu erleichtern. Muss man dann selbst zum Kreditvermittler werden? 🤨 Oder wird das alles vom BNPL‑Dienst geregelt? Und wie wirkt sich das auf die Bonität der Kunden aus – steigen die Ablehnungen?
Ich frage mich auch, ob diese strengeren Regeln vielleicht das Vertrauen stärken und somit mehr Umsatz bringen können. Wäre spannend zu wissen, wie ihr das seht und ob ihr eure Zahlungsbedingungen anpassen wollt/müsst.
Liebe Grüße
Basti
Hallo zusammen,
als alter Hase finde ich diese neue Richtlinie gar nicht so verkehrt. BNPL war bisher so ein Graubereich, bei dem die Kunden ganz schnell in eine Schuldenfalle geraten konnten. Früher haben wir einfach Rechnungen gestellt und gut war's – Ratezahlungen über 14 Tage oder 3 Monate kenn ich kaum. Wenn jetzt die gleichen Regeln wie beim richtigen Verbraucherkredit gelten, weiss man wenigstens, woran man ist.
Natürlich wird das wieder mehr Buerokratie bedeuten, aber ganz ehrlich: Lieber ein bisschen mehr Papierkram als eine Abmahnung, weil man unbewusst als Kreditvermittler agiert. Als Selbstständiger würde ich die Finger von solchen BNPL-Diensten lassen und statt dessen auf klassische Kredit- oder Leasingangebote setzen, bei denen die Konditionen klar geregelt sind. Das hat zwar auch seine Tuecken, aber es riecht weniger nach Marketing-Trick.
Wie seht ihr das? Vielleicht bin ich da etwas altmodisch, aber manchmal ist das ganz gut 😉
Grüße
Horst