Liebe Community,
ab dem 20. November 2026 tritt die neue EU‑Verbraucherkreditrichtlinie in Kraft, die Buy‑Now‑Pay‑Later‑Modelle, klassische Ratenkäufe und integrierte Kreditangebote deutlich strenger reguliert. Künftig müssen Anbieter mehr Transparenz schaffen, Bonitätsprüfungen verschärfen und klarere Widerrufsrechte einräumen. Das betrifft nicht nur Konsumenten, sondern auch uns Selbstständige, wenn wir Kunden Finanzierungen anbieten oder selbst solche Optionen nutzen.
Mich würde interessieren, wie ihr euch auf diese Änderungen vorbereitet. Plant ihr, eure Zahlungsmodelle anzupassen oder alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu nutzen? Oder ist das Thema für eure Geschäftsfelder irrelevant?
Freue mich auf einen sachlichen Austausch.
Viele Grüße
Martin
Hi Martin,
als kleiner Onlinehändler bekomm ich jetzt schon mit, dass Zahlungsanbieter ihre BNPL-Modelle umbauen müssen. Die neue Richtlinie ab 20. November 2026 macht es uns nicht leichter: strengere Bonitätsprüfungen und mehr Dokumentation kosten Zeit und Geld. Außerdem müssen wir den Kunden klarere Infos liefern und Widerrufsrechte beachten. Ich befürchte, spontane Käufe auf Raten werden seltener, was den Umsatz drückt. Andererseits kann es auch unser Risiko reduzieren, wenn nicht jeder mit schwacher Bonität einfach auf Rechnung kauft.
Ich überlege, stärker auf Vorkasse und Sofortzahlung umzusteigen und nur ausgewählten Stammkunden Ratenkauf anzubieten. Vielleicht lohnt es sich auch, alternative Plattformen auszuprobieren.
Wie seht ihr das? Habt ihr schon mit euren Zahlungsdienstleistern gesprochen?
LG,
Siggi