GLS Bank Mikrokredit für Friseursalons: Meine ehrlichen Erfahrungswerte aus der Praxis
Friseure arbeiten mit Marge – nicht mit großen Summen
Ein Friseursalon ist selten ein Millionenbusiness. Aber es ist oft erstaunlich stabil.
Stammkundschaft. Regelmäßige Termine. Wiederkehrende Umsätze.
Und trotzdem ist Finanzierung schwierig.
Warum?
Weil Banken bei kleinen Beträgen oft wenig Interesse zeigen. Weil Sicherheiten fehlen. Weil Umsätze zwar konstant, aber nicht riesig sind.
Warum die GLS Bank für kleinere Unternehmer interessant ist
Die GLS Bank ist bekannt für nachhaltige und sozial orientierte Finanzierungen.
Gerade kleinere Selbstständige und Gründer fühlen sich dort oft besser aufgehoben als bei klassischen Großbanken.
Das Entscheidende:
Persönliches Gespräch.
Verständnis für kleine Geschäftsmodelle.
Mikrokredit-Strukturen.
Typische Finanzierungssituationen im Friseurbereich
Neugründung
Übernahme eines bestehenden Salons
Renovierung
Neue Stühle & Ausstattung
Überbrückung bei schwacher Saison
Gerade Renovierungen sind wichtig – weil im Friseurgeschäft das Ambiente extrem viel ausmacht.
Meine Erfahrungswerte mit Mikrokrediten
Ich habe mehrere kleinere Unternehmer begleitet, die Mikrokredite genutzt haben. Und hier wird es interessant.
1. Beträge sind kleiner – aber Verantwortung nicht
Mikrokredite bewegen sich häufig im Bereich von 5.000 € bis 25.000 €.
Das klingt überschaubar.
Aber bei einem kleinen Salon kann selbst ein 15.000 € Kredit spürbar sein.
Hier muss sauber gerechnet werden.
2. Persönlichkeit spielt eine größere Rolle
Gerade bei kleineren Banken oder spezialisierten Instituten zählt der persönliche Eindruck stärker.
Businessplan
Standortanalyse
Kundenstruktur
Eigeninitiative
Ein überzeugendes Konzept kann hier viel bewirken.
3. Keine Wunderkonditionen – aber realistisch
Mikrokredite sind selten die günstigsten Finanzierungen am Markt.
Aber sie sind oft zugänglicher.
Für kleine Unternehmer kann das wichtiger sein als der letzte Zinsprozentpunkt.
Ein realistisches Szenario
Eine Friseurin übernimmt einen bestehenden Salon mit 3 Mitarbeitern.
Investition: 35.000 € für Übernahme + 20.000 € Renovierung.
Ein Teil wird aus Eigenmitteln finanziert, ein Teil über Mikrokredit.
Mit stabiler Stammkundschaft kann das sehr tragfähig sein – wenn die Fixkosten im Griff bleiben.
Der größte Denkfehler im Friseurgeschäft
„Ich arbeite mehr, dann passt das.“
Mehr Arbeitsstunden ersetzen keine betriebswirtschaftliche Kalkulation.
Marge, Personalkosten, Standort – das sind die entscheidenden Faktoren.
Ein Kredit muss aus realistischen Umsätzen bedient werden, nicht aus Hoffnung.
Für wen ein GLS-Mikrokredit sinnvoll sein kann
Sinnvoll für:
Gründer mit klarem Konzept
Salonübernahmen mit Stammkundschaft
Renovierungs- und Modernisierungsprojekte
Kleine, überschaubare Investitionen
Weniger geeignet für:
Strukturell schwache Standorte
Hohe Verschuldung
Unklare Umsatzplanung
Ein Friseursalon ist kein Hochrisiko-Startup – aber auch kein Selbstläufer.
Ein Mikrokredit über eine Bank wie die GLS kann eine solide Lösung sein, wenn das Konzept stimmt und realistisch kalkuliert wird.
Finanzierung ist hier kein Wachstumsturbo – sondern ein Stabilitätsinstrument.