Meine (schonungslose) Erfahrung mit Auxmoney – Wenn die Bank „Nein“ sagt
Heute muss ich mal was loswerden, was mir schon länger unter den Nägeln brennt. Ihr kennt das ja: Da hast du als Webdesigner volle Auftragsbücher, die Kunden rennen dir die Bude ein, aber der Cashflow? Der hängt mal wieder irgendwo im Nirvana zwischen Rechnungsstellung und dem guten Willen der Buchhaltung beim Kunden. Und genau dann geht der Mac kaputt. Oder du brauchst dringend diese neue Software-Lizenz, die ein kleines Vermögen kostet.
Genauso ging es mir vor ein paar Monaten.
Ich brauchte also Geld. Schnell. Und unkompliziert. Meine Hausbank? Die hat nur müde gelächelt. „Herr Alex, ihre Umsätze schwanken aber…“ – Ja ach was, ich bin Selbstständiger und kein Beamter! Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab mich mal bei Auxmoney umgeschaut. Und ich sag euch jetzt mal ganz ehrlich wie das lief, ohne das übliche Marketing-Bla-Bla.
Warum überhaupt Auxmoney als Webdesigner?
Ganz einfach: Weil die nicht so steif sind wie die klassischen Banken. Bei denen zählt nicht nur der Schufa-Score (der bei mir okay ist, aber halt nicht „Goldstandard“), sondern auch andere Faktoren. Die nennen das „Bonität neu gedacht“ oder so. Für mich hieß das einfach: Ich hab ne Chance, auch wenn mein Einkommen letzten Monat mal nicht so prall war, weil ich Urlaub gemacht hab.
Der Antrag: Ziemlich easy, aber…
Also, Laptop auf, Seite aufrufen. Das Formular ist echt idiotensicher. Du gibst ein wie viel du brauchst (ich wollte 5.000 Euro für Hardware und Puffer) und wofür.
Was cool war: Du musst nicht tausend Ordner mit Papierkram hochladen. Vieles geht digital.
Aber hier kommt der Haken, wo ihr aufpassen müsst: Die Zinsen.
Leute, schaut genau hin. Auxmoney ist keine Wohlfahrt. Da das Geld von privaten Anlegern kommt (zumindest teilweise), wollen die natürlich Rendite sehen. Mein Zinssatz war… sagen wir mal „sportlich“. Höher als bei der Sparkasse um die Ecke, klar. Aber dafür hatte ich die Zusage auch verdammt schnell.
Auszahlung und Praxis-Test
Nachdem ich alles online identifiziert hatte (Video-Ident, hab dabei im Schlafanzug gesessen, hat keinen gejuckt), dauerte es keine 24 Stunden, bis das „Go“ kam. Das Geld war dann auch fix da. Für mich als Webdesigner war das die Rettung in dem Moment. Ich konnte den neuen Rechner holen und den Auftrag fertigmachen, der mir dann das Geld für die Rückzahlung reingebracht hat.
Mein Fazit für kreative Einzelkämpfer
Lohnt sich das?
Kommt drauf an.
- Ja, wenn du schnell Liquidität brauchst und die Banken wegen deiner „schwankenden Einkünfte“ abwinken.
- Ja, wenn du weißt, dass bald Geld reinkommt, um den Kredit vielleicht sogar schneller zurückzuzahlen (checkt vorher die Konditionen für Sondertilgungen!).
- Nein, wenn du eh schon bis zum Hals in Schulden steckst. Die Zinsen fressen dich sonst auf.
Für mich war es in der Situation die richtige Entscheidung. Man muss halt rechnen. Ein Auftrag, den ich wegen kaputtem Rechner nicht machen kann, kostet mich mehr als die Zinsen für den Kredit. Simple Mathematik.
Wie siehts bei euch aus? Habt ihr als Freelancer schon Erfahrungen mit denen gemacht oder schwört ihr auf andere Anbieter? Schreibt mir das mal in die Kommentare, ich bin echt gespannt ob ich da der Einzige bin.