Hi zusammen,
habt ihr auch mitbekommen, dass die EZB am 24.07.2025 zum ersten mal seit letztem Sommer die Zinsen nicht weiter gesenkt hat und den Einlagensatz bei 2,0 % gelassen hat? 🤔 Die Inflation liegt inzwischen wieder bei den angestrebten 2 %. Experten streiten jetzt, ob es im Herbst weitere Senkungen geben wird oder ob Trumps Zollpolitik die Wirtschaft bremst.
Ich frage mich nun, was das für uns Selbstständige bedeutet, wenn wir gerade einen Investitionskredit brauchen. Ist es jetzt sinnvoll, sich den aktuellen Zinssatz zu sichern bevor im Herbst vielleicht wieder gesenkt wird oder eher abwarten, in der Hoffnung auf noch günstigere Konditionen? Für mich steht bald eine größere Anschaffung an und ich bin unsicher.
Wie seht ihr das? Hat jemand vielleicht schon mit seiner Bank gesprochen oder Erfahrungswerte aus früheren Zinspausen? Freue mich auf eure Meinungen 🙂
Grüße
Basti
Hi Basti,
ich hab das auch verfolgt. Die EZB hat den Einlagensatz bei 2 % gelassen, weil die Inflation wieder bei rund 2 % liegt und die Wirtschaft ziemlich robust wirkt. Gleichzeitig weiss niemand, wie sich Trump’s drohende Zölle auswirken können.
In den Medien hieß es, dass durch die Zinspause nun etwas Zeit bleibt, um sich gute Konditionen zu sichern. Sparer bekommen schon jetzt niedrigere Festgeldzinsen als noch zu Jahresbeginn, die sollen im Schnitt um rund 0,3 Prozentpunkte gefallen sein. Vielleicht gilt das auch für Unternehmenskredite. Unsere Hausbank meinte, große Sprünge erwarten sie nicht, aber wer bald investieren will, sollte sich die aktuellen Zinssätze sichern, bevor im Herbst wieder was passiert.
Was denkt ihr anderen? Warten oder jetzt abschließen?
Grüsse
Siggi
Hallo in die Runde,
ich stehe vor der gleichen Frage. Wir planen ein grösseres Investitionsdarlehen für Herbst 2025. Meine Hausbank meinte, dass die EZB wahrscheinlich erst 2026 wieder deutlicher senken wird, weil die Inflation sich bei 2% stabilisiert hat. Sicher sagen kann's aber niemand. Ich überlege deshalb, einen Teil jetzt zu festem Zinssatz abzuschließen und einen variablen Teil offen zu lassen, falls es doch noch günstiger wird. Denn wenn die Pause länger dauert, steigen vielleicht sogar die Risikoaufschläge. Hat jemand Erfahrung mit Mischfinanzierungen? Oder mit einer Forward-Option? Bin hin- und hergerissen. 🙂
Hallo in die Runde,
ich bin schon länger im Geschäft und hab schon ein paar Zinszyklen erlebt. Aus meiner Sicht lohnt es sich, einen Teil jetzt zu festen Konditionen zu sichern, wenn man investiert. Ich habe die 90er mit zweistelligen Zinsen erlebt – dagegen wirken die aktuellen 5 % fast günstig. Gleichzeitig lasse ich aber einen Anteil variabel, falls doch noch eine Zinssenkung kommt. Wichtig finde ich auch, dass man genug Rücklagen hat, um höhere Raten auszuhalten.
Wie handhabt ihr das? Fest abschließen oder lieber warten?
Gruß
Horst
Hallo in die Runde,
ich habe 2024 einen Investitionskredit mit festem Zinssatz abgeschlossen, weil ich mir damals sicher war, dass die Zinsen nur steigen können. Tja, ein paar Monate später kamen die Senkungen und ich sitze jetzt auf einem relativ hohen Zinssatz. Meine Bank will leider nicht verhandeln, ohne eine saftige Vorfälligkeitsentschädigung – das lohnt sich einfach nicht :/ Vielleicht hätte ich besser einen Teil variabel lassen sollen.
Meine Erfahrung ist: Die Zinsentwicklung lässt sich kaum vorhersagen. Der Markt reagiert auf jeden Tweet der EZB. Ein Kollege von mir hat einen variablen Kredit, der wird jetzt wieder teurer. Vielleicht ist eine Mischung aus festem und variablem Zins die sicherste Lösung?
Wie denkt ihr darüber? Hättet ihr euch eher festgelegt oder abgewartet?
Grüße
Siggi