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KfW StartGeld 2026: Verdoppelte Fördersumme – hat jemand schon beantragt?

 
(@martin)
Reputable Member

Liebe Community,

ich bin auf die neue ERP-StartGeld-Förderung der KfW 2026 gestoßen. Die Fördersumme wurde von früher 125 000 € auf jetzt bis zu 200 000 € erhöht, bei einer Laufzeit von fünf Jahren und einer Haftungsfreistellung von 80 %. Die effektiven Zinssätze liegen laut KfW zwischen 2,76 % und 4 %, je nachdem, ob ihr tilgungsfreie Jahre wählt. Fokussiert wird besonders auf grüne und digitale Vorhaben.

Hat hier jemand schon einen Antrag gestellt? Wie aufwendig ist der Prozess und wie lange hat die Bank für die Zusage gebraucht? Gibt es Stolperfallen bei der Hausbank oder den Sicherheiten? Ich überlege, das Angebot für eine Erweiterung meiner Werkstatt zu nutzen.

Freue mich über eure Einschätzungen und Erfahrungswerte!

Viele Grüße
Martin


Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 07/04/2026 9:24 a.m.
(@siggi)
Estimable Member

Hey Martin,

hab mich auch schon mal damit beschäftigt. Die Verdoppelung klingt natürlich super auf dem Papier, aber in der Praxis kommt man schwer ran. Meine Hausbank wollte trotz 80% Haftungsfreistellung immer noch zusätzliche Sicherheiten sehen, weil mein Einkommen schwankt. Der Antragsprozess zieht sich wie Kaugummi – bei mir hat es über 6 Wochen gedauert bis überhaupt eine Rückmeldung kam. Ein Kollege von mir hat sogar nachher ganz aufgegeben weil ständig Unterlagen nachgefordert werden.

Außerdem sind die Zinsbands zwar ok, aber die ganzen Nebenkosten und Bearbeitungsgebühren darf man nicht unterschätzen. Ich finde es schade, dass Selbstständige immer noch wie Bittsteller behandelt werden :-/

Wie sind eure Erfahrungen? Vielleicht hatte jemand eine freundlichere Bank oder einen Tipp?

Grüße
Siggi


AntwortZitat
Veröffentlicht : 07/04/2026 9:33 a.m.
(@horst)
Estimable Member

Hallo zusammen,

ich habe den StartGeld schon vor einigen Jahren genutzt, damals noch mit der 125.000-Euro-Grenze. Dass die Fördersumme jetzt auf 200.000 Euro erhöht wurde und die KfW 80 % des Risikos übernimmt, finde ich grundsätzlich super. Aber wie Siggi sagt: Ohne Hausbank läuft nichts. Mein Rat: frühzeitig mit der Bankbetreuerin sprechen und das Konzept sauber vorbereiten – Businessplan, Liquiditätsplan, Sicherheiten. Bei mir hat die Hausbank damals gemeinsam mit der IHK ein Coaching angeboten, das sehr geholfen hat.

Ich persönlich werde das Programm eher für ein Digitalisierungsvorhaben ins Auge fassen. Allerdings erwarte ich keine Wunder bei den Zinsen – die liegen aktuell ja immer noch bei über 4 %.

Habt ihr Tipps, welche Banken unkomplizierter sind?

Beste Grüße
Horst


AntwortZitat
Veröffentlicht : 09/04/2026 10:11 a.m.
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