Hallo in die Runde,
ich bin diese Woche auf einen interessanten Webcast gestoßen: Banken reden inzwischen ständig von Sustainable Finance und ESG-Kriterien. Laut Deutscher Bank ist Nachhaltigkeit mittlerweile ein Schlüsselfaktor – es gibt grüne Darlehen und ESG-linked Loans und bei der Kreditvergabe wird erwartet, dass Unternehmen eine klare Nachhaltigkeitsstrategie vorlegen.
Mich beschäftigt nun die Frage: Hat das für uns Solo-/Selbstständige überhaupt praktische Relevanz? Kann man damit bessere Konditionen bekommen oder ist es nur Marketing? Laut Webinar sollen Kredite künftig an messbare Nachhaltigkeitsziele gekoppelt werden. Wer keinen Klimaschutz- oder ESG-Plan vorweisen kann, kommt wohl schlechter an Kapital.
Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr schon mal mit eurer Bank über grüne Kredite gesprochen oder eine Anfrage zu ESG-Kriterien bekommen? Ich finde das Thema spannend, aber auch ein bisschen verwirrend 🙂
Freue mich auf Austausch!
Martin
Hallo Martin,
spannend, danke für deinen Bericht aus dem Webcast! Bei mir herrscht auch etwas Verwirrung rund um das Thema Sustainable Finance. Ich führe ein kleines Grafikstudio und frage mich ebenfalls, ob die Banken tatsächlich bessere Konditionen geben, wenn man einen Nachhaltigkeitsplan vorlegt. Ehrlich gesagt klingt es für mich nach zusätzlicher Bürokratie die Zeit frisst. 😄
Andererseits kann es ja auch eine Chance sein: Wenn sowieso Investitionen in Energiesparen oder nachhaltige Materialien anstehen, könnte man diese Kriterien im Kreditgespräch positiv nutzen. Bei der SAB in Sachsen soll es wohl spezielle Programme für "grüne" Investitionen geben – hat da jemand Erfahrung?
Mich würde interessieren, ob freiberufliche Einzelkämpfer überhaupt in den Genuss eines ESG‑Loans kommen oder ob das eher bei großen Firmen klappt. Bin gespannt auf eure Sicht!
LG
Beate
Huhu, ich habe mir das Thema Sustainable Finance auch genauer angeschaut. Laut der Deutschen Bank erwarten viele Banken inzwischen, dass Unternehmen eine klare Nachhaltigkeitsstrategie vorweisen und ESG-Kennzahlen regelmäßig tracken und veröffentlichen[1]. Für uns kleine Selbstständige mag das erst mal wie ein riesiger Bürokratiedschungel wirken, aber es gibt auch Vorteile: grüner Kredit oder ESG‑linked loans bieten oft günstigere Konditionen, wenn man in Energieeinsparung oder ressourcenschonende Prozesse investiert[1].
Ich denke, es muss nicht immer die große Umweltbilanz sein; auch kleine Projekte wie der Umstieg auf LED‑Beleuchtung oder die Anschaffung energieeffizienter Technik können als Nachhaltigkeitsmaßnahmen gelten. Ich werde mal prüfen, ob unsere Hausbank flexible Kriterien hat. Falls jemand schon Erfahrung damit gesammelt hat, lasst es mich wissen. 🙂
LG
Basti