Steuerberater sagt „Nein“? Wie ich meine Steuern mit der Accountable-App selbst mache (und warum das Finanzamt mich trotzdem mag)
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man klein anfängt? Ich habe eine Freundin, Lisa, die sich letztes Jahr als Yoga-Lehrerin selbstständig gemacht hat.
Sie verdient damit vielleicht 1.500 Euro im Monat. Solide, aber kein Reichtum.
Als sie ihren ersten Steuerbescheid machen musste, rief sie fünf Steuerberater an.
Die Antworten waren frustrierend:
„Wir nehmen keine Neumandanten.“
„Unter 200 Euro monatlichem Honorar fangen wir gar nicht erst an.“
Das ist die Realität für viele Solo-Selbstständige. Du bist zu klein für die Profis, aber die Steuergesetze sind für dich genauso kompliziert wie für Siemens.
Lisa saß weinend vor dem ELSTER-Formular (wer das Design von ELSTER verbrochen hat, gehört bestraft).
Ich habe ihr dann Accountable installiert.
Das ist eine App, die verspricht: Du brauchst keinen Steuerberater. Wir machen das. Und wenn wir Fehler machen, zahlen wir.
Ob das für Solo-Selbstständige funktioniert, haben wir getestet.
Tinder für Steuern?
Der Ansatz von Accountable ist radikal anders als bei Lexoffice oder sevDesk. Diese Tools bereiten die Daten meist für den Steuerberater vor (DATEV-Export). Accountable will ihn ersetzen.
Der Start:
Wir haben Lisas Geschäftskonto (N26) mit der App verknüpft.
Sofort wurden alle Transaktionen in die App geladen.
Und dann ging das „Wischen“ los.
Die App zeigt eine Buchung: „50 Euro bei Tankstelle Aral“.
Du klickst drauf und sagst: „Geschäftlich“.
Die App fragt: „Welche Kategorie? Reisekosten? KFZ?“
Du wählst es aus. Fertig.
Es fühlt sich fast spielerisch an, seine Ausgaben zu sortieren. Kein Buchhalter-Deutsch, sondern normale Sprache.
Der Angstgegner: Die Umsatzsteuervoranmeldung
Das war der Moment, wo Lisa nervös wurde. Jeden Monat bzw. jedes Quartal will das Finanzamt wissen, wie viel Umsatzsteuer man eingenommen hat.
In ELSTER sind das Zeilen wie „Vorsteuerabzug nach §15 UStG“. Gruselig.
In Accountable drückst du unten auf den Button „Umsatzsteuer“.
Die App rechnet zusammen:
- Eingenommene Steuer von Kunden: 300 €.
- Gezahlte Steuer für Ausgaben: 100 €.
- Zahlbetrag ans Amt: 200 €.
Dann kommt der Button: „An das Finanzamt senden“.
Kein Export, kein Formular. Die App schickt die Daten direkt über die offizielle Schnittstelle ans Amt.
Wir haben es gewagt. Klick.
Zwei Tage später war die Bestätigung da. Es hat funktioniert. Ohne dass Lisa wusste, was Zeile 46 im Formular bedeutet.
Das Sicherheitsnetz: Die Steuer-Garantie
Jetzt fragt ihr euch (zu Recht): „Und was, wenn die App Mist baut? Dann steh ich doch im Regen!“
Das ist der USP (Alleinstellungsmerkmal) von Accountable.
Wenn du die App nutzt und sie dir aufgrund eines Fehlers im Algorithmus eine falsche Steuer berechnet und das Finanzamt dir deshalb eine Strafe aufbrummt – dann zahlt Accountable die Strafe.
Bis zu 5.000 Euro.
Das gibt einem genau die Sicherheit, die man sonst beim Steuerberater sucht.
Die Einkommensteuer: Der Endgegner
Sogar die jährliche Einkommensteuererklärung kann man in der App machen (zumindest die Anlage EÜR und Anlage S).
Die App stellt dir Fragen wie in einem Chat:
„Hast du zu Hause gearbeitet?“ (Häusliches Arbeitszimmer).
„Hast du Computer gekauft?“
Am Ende spuckt sie die fertige Erklärung aus.
Aber Vorsicht: Das funktioniert super für „einfache“ Fälle. Lisa ist Yoga-Lehrerin. Sie hat Einnahmen und Ausgaben. Fertig.
Wenn ihr:
- Eine GmbH habt.
- Ware aus China importiert (Zoll, Einfuhrumsatzsteuer).
- Mitarbeiter beschäftigt.Dann ist Accountable zu simpel. Dann braucht ihr einen echten Menschen als Berater.
Die Kosten
Accountable kostet in der „PRO“-Version (die man braucht, um Meldungen abzuschicken) ca. 20 bis 25 Euro im Monat (je nach Jahresabo). Verglichen mit den 150 Euro, die der günstigste Steuerberater wollte, ist das ein Schnäppchen.
Und ja, natürlich sind auch diese Kosten wieder steuerlich absetzbar.
Mein Fazit für Solo-Selbstständige
Für Kuriere, Grafiker, Dozenten oder eben Yoga-Lehrer ist Accountable die Befreiung.
Ihr spart euch die Demütigung, bei Steuerberatern betteln zu müssen, und habt eure Finanzen selbst im Griff.
Es ist das perfekte Tool für die „Gig Economy“.
Vorteile:
- Ersetzt den Steuerberater für einfache Fälle komplett.
- Steuer-Garantie bei Fehlern der App.
- Kinderleichte Bedienung („Tinder-Prinzip“).
Nachteile:
- Nichts für komplexe Firmenstrukturen (GmbH, Handel mit Drittländern).
- Man muss sich trauen, auf „Senden“ zu drücken.
Macht ihr eure Steuer noch selbst mit ELSTER und weint dabei leise in das Kissen? Oder leistet ihr euch den Luxus eines Beraters?
Namasté und hohe Rückerstattungen.