Hi zusammen,
ich hab gerade den neuen Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex gelesen und bin etwas erschrocken: Laut der Umfrage erwarten 35,3 % der Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen, dass ihre Geschäftslage 2026 schlechter wird als 2025. Nur 14 % rechnen mit einer Verbesserung, während gut die Hälfte (50,7 %) von einer unveränderten Situation ausgeht. Auch das Thema Finanzierung bleibt schwierig: Der Anteil der Selbstständigen, die Probleme beim Zugang zu Krediten melden, ist im vierten Quartal 2025 auf 47,6 % gestiegen – und nur 10,9 % führen überhaupt Kreditverhandlungen.
Mich würde interessieren, wie eure Stimmung zum Jahresstart 2026 ist. Rechnet ihr mit mehr Aufträgen oder eher Flaute? Wie läuft es mit Banken und Krediten bei euch? Ich selbst merke, dass Aufträge stagnieren und die Bank zurückhaltender geworden ist, obwohl die Zinsen noch relativ stabil sind. Vielleicht liegt es auch an fehlenden Sicherheiten.
Lasst uns austauschen – wie schätzt ihr eure Geschäftsaussichten ein und welche Strategien habt ihr, um Durststrecken zu überbrücken? 🙂
Hey zusammen, ja, ich hab von dieser Jimdo-ifo Umfrage auch gelesen und mir wird grad mulmig :/ Wenn mehr als ein Drittel (ueber 35 %!) der Solo-Selbststaendigen mit schlechteren Geschaeften rechnen und nur 14 % mit Verbesserungen rechnen, dann ist die Stimmung echt im Keller. Bei mir ist es aehnlich: Auftraggeber halten Budgets zurueck, neue Projekte werden auf Eis gelegt. Und wenn man dann noch zur Bank geht, bekommt man die Tuer vor der Nase – die Kreditvergabe wird noch strenger (der Anteil mit Problemen beim Zugang zu Krediten stieg ja auf 47,6 %). Mir hat die Hausbank sogar eine Ueberbrueckungslinie gekuerzt, weil sie "Branchenrisiken" sieht... Glaubt ihr, das bessert sich noch? Was macht ihr, um diese Durststrecke zu ueberleben? Ich spare wo es geht und versuche, mit meinen Stammkunden laengerfristige Vertraege zu schliessen, aber sicher fuehl ich mich nicht. Vielleicht sollten wir uns eher auf Foerderprogramme statt Kredite konzentrieren, aber das ist auch ein Papierkrieg. VG, Siggi
Hallo zusammen,
Die aktuellen Zahlen sehen tatsaechlich duester aus - laut dem Selbststaendigen-Report erwartet rund ein Drittel schlechtere Geschaefte, und nur ein kleiner Teil rechnet mit Verbesserungen. Trotzdem halte ich es fuer wichtig, jetzt nicht in Schockstarre zu verfallen. Die Erfahrung aus frueheren Abschwuengen zeigt, dass Krisen auch Chancen bieten, wenn man konsequent anpassungsfaehig bleibt.
Ich versuche momentan, mein Geschaeft breiter aufzustellen: mehr digitale Angebote, neue Kundengruppen, kleinere Vertraege statt der grossen Brocken, die schnell auf Eis gelegt werden. Ausserdem gibt es einige Foerderprogramme (ERP-Startgeld, Innovations- und Nachhaltigkeitsfoerderungen), die gerade fuer Investitionen in Digitalisierung oder Energieeffizienz aufgelegt sind. Vielleicht lohnt es sich, hier gezielt zu schauen - die Konditionen sind im Moment besser als ihr Ruf.
Kurzfristig wird uns das nichts schenken, aber mit einer guten Liquiditaetsplanung, regelmaessigen Gespraechen mit der Bank und einem offenen Austausch untereinander koennen wir die Durststrecke hoffentlich ueberbruecken. Wie geht ihr mit der unsicheren Auftragslage um? Habt ihr Tipps, wie man neue Geschaeftsfelder erschliesst?
Viele Gruesse
Martin