Hallo zusammen,
ich habe gelesen, dass die KfW seit Dezember 2025 das StartGeld deutlich aufgestockt hat: Statt 125.000 € kann man jetzt bis zu 200.000 € beantragen, und für Betriebsmittel gibt es bis zu 80.000 €. Die Hausbank haftet weiterhin nur zu 20 % und das Programm richtet sich an junge Unternehmen bis fünf Jahre.
Mich interessiert, ob sich dadurch eure Meinung zum StartGeld geändert hat. Habt ihr bereits Anträge mit den neuen Konditionen gestellt? Wie streng ist die Prüfung und wie schnell ging die Bewilligung? Und glaubt ihr, dass sich die höhere Verschuldung später rächt oder ist es die Chance, jetzt zu investieren?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Viele Grüße
Martin
Servus Martin,
ich hab letztes Jahr den ERP Gründerkredit noch mit 125k bekommen. Die Hausbank hat echt jede Zahl gewendet und war bei den Sicherheiten super vorsichtig. Mit den neuen 200.000 € klingt's zwar erstmal super, aber vergiss nicht, dass die Bank nur 20 % trägt – den Rest haftest du. Zinsen sind zwar niedrig, aber Tilgungsfreie Jahre waren bei mir kurz und die monatliche Rate darf man nicht unterschätzen.
Wenn du damit Maschinen, Lager oder Personal aufbauen willst und nen klaren Plan hast, kann es sich lohnen. Für reine Betriebsmittel (80k) würde ich eher auf vernünftiges Cashflow-Management oder andere Förderprogramme schauen. Manche Bundesländer haben Mikrokredite oder Innovationsdarlehen, die flexibler sind.
Mich würd interessieren, wie deine Bank auf die höheren Beträge reagiert: sind sie offener oder sehen sie nur höhere Risiken? 🙂
Hey Siggi,
ich finde das neue Limit echt spannend! 👏 Ich komme aus dem sozialen Bereich und wir hatten uns schon damit abgefunden, dass das ERP-Gründerkredit – Startgeld für gGmbHs nicht verfügbar ist. Seit dem 1. Februar 2026 können auch gemeinnüzige Unternehmen beantragen – das ist eine echte Chance. Bis zu 200.000 € mit 80 % Haftungsfreistellung für die Hausbank sind echt nicht zu verachten. Man darf aber die Bank nicht überschätzen: sie prüft weiterhin genau, ob das Konzept trägt. Unsere Bank wollte trotzdem einen Businessplan und Sicherheiten sehen, aber die Konditionen sind top, vor allem die 2 Jahre tilgungsfrei.
Ich denke, es lohnt sich, wenn man ein klares Investitionsvorhaben hat und die 200k wirklich braucht. Für reine Betriebsmittel würde ich eher einen Mikrokredit nehmen, aber für Maschinen oder Digitalisierung ist das StartGeld jetzt attraktiver als früher.
LG
Beate 😊
Hey zusammen, ich find das neue Limit auch interessant. Der ERP-Gründerkredit StartGeld von der KfW war ja jahrelang auf 125.000 € gedeckelt. Jetzt dürfen Gründer*innen und kleine Unternehmen bis 200.000 € aufnehmen. Wichtig ist, dass 80 % der Haftung bei der KfW liegt, aber die Hausbank schaut trotzdem genau hin. Meine Erfahrung: ohne soliden Geschäftsplan und plausiblen Liquiditätsplan geht nix – besonders wenn man nur Betriebsmittel finanzieren will. Ich kenne ein paar Kolleg*innen aus dem Kreativbereich, die das StartGeld genutzt haben, um Maschinen und Digitalisierung zu finanzieren. Der Antrag ist etwas papierlastig, aber mit guter Vorbereitung klappt es. Für reine Betriebsmittel oder kurzfristige Liquidität würde ich eher Mikrokredite (z.\u00a0B. die NRW Mikrodarlehen) oder andere Landesprogramme nutzen – da ist die Abwicklung oft schneller. Auch das BAFA-Beratungsprogramm kann helfen, um sich vor dem Antrag beraten zu lassen. 🙂 Habt ihr schon gehört, dass es 2026 vielleicht auch einen "Zukunftsfonds Start-ups" geben soll? Laut meinen Infos will die Bundesregierung mehr in digitale und nachhaltige Geschäftsmodelle investieren. Vielleicht könnte das für uns Einzelunternehmer*innen auch spannend werden. LG Marta