Hi zusammen,
habt ihr auch gelesen, dass die Kredithürde für KMUs grade auf Rekordhoch liegt? Mehr als ein Drittel der kleinen Firmen sagen, dass die Banken die Zügel anziehen. Besonders Handel und Dienstleistung kriegen oft ein Nein... Frustrierend, weil die Zinsen ja gar nicht das größe Problem sind, sondern die strengen Kriterien der Banken.
Mich interessiert: wie bereitet ihr euch auf ein Bankgespräch vor, damit es eben kein Nein gibt? Was kommt in eure Finanzierungsstory rein, was bringt euch gute Chancen? Ich versuche grade meine Liquiditätsplanung und meinen Businessplan zu polieren, aber es ist echt anstrengend.
Freu mich auf Tipps 🙂
Liebe Community,
vielen Dank für die spannende Frage, Basti. Ich habe in den letzten Wochen mit mehreren Hausbanken gesprochen und den Eindruck, dass die zunehmenden "Neins" weniger an den Zinsen liegen, sondern daran, dass die Kreditprüfung für Selbständige immer strenger wird. Viele Banken legen seit Basel III und den aktuellen EU-Regulierungen noch mehr Wert auf Eigenkapitalquote, Liquiditätsplanung und nachvollziehbare Zahlen.
Was mir geholfen hat: eine saubere, digitale Buchhaltung und ein aussagekräftiger Businessplan. Dazu gehört nicht nur die BWA, sondern auch ein aktuelles Cashflow-Modell und realistische Szenarien für 2026/27. Ich habe zudem die Kontoauszüge über Open Banking bereitgestellt, so dass die Bank meine Zahlungen in Echtzeit nachvollziehen konnte. Das schafft Vertrauen und spart dem Banker Zeit.
Hilfreich ist auch, sich frühzeitig nach Förderprogrammen umzuschauen. KfW-Programme mit 80 % Haftungsfreistellung oder regionale Bürgschaften nehmen den Banken Risiko ab. Bei meinem letzten Projekt habe ich zusätzlich einen kleinen Eigenkapitalanteil eingebracht, um zu zeigen, dass ich selbst finanziell mit im Boot bin.
Wie sind eure Erfahrungen? Nutzt ihr schon digitale Unterlagen oder gar eine externe Beratung, um das "Nein" zu vermeiden? Ich bin gespannt auf weitere Tipps aus der Praxis.
Viele Grüße
Martin