Neuer Bundesverband kämpft für Jungunternehmer

Im September wurde der BVDS, der Bundesverband Deutsche Startups e.V. gegründet. Mit seiner Hilfe soll der Dialog zwischen Unternehmen und Politik erleichtert und damit eine unternehmerfreundlichere Basis geschaffen werden. Das dies notwendig war, zeigt sich in der vergangenen Jahres durchgesetzten Kürzung der Gründungszuschüsse. Wie bereits im Vorfeld von Seiten der Unternehmerbranche prophezeit, erwies die Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), wie kurzsichtig diese Entscheidung war. Die eruierten Zahlen zeigten den nachhaltigen Erfolg des Gründerzuschuss, in den vorherigen Jahren. Von den Jungunternehmern, die während ihres Startups einen Zuschuss erhielten, waren 90 Prozent erfolgreich und förderten somit langfristig auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Gleich zum Beginn seiner Existenz, muss sich jetzt der BVDS auch noch mit dem geplanten Jahrssteuergesetz 2013 auseinandersetzen. Es sieht unter anderem eine Änderung von § 8b des Körperschaftsgesetzes vor. Darin soll die bisher gewährte Steuerbefreiung von Gewinnen aus dem Verkauf einer Betriebsbeteiligung gestrichen werden. Sven Schmidt, der Geschäftsführer des ICS Internet Consumer Services, hebt in seiner Aussage auf dem Webportal deutsche-startups.de die Bedeutung der bisherigen Steuerbefreiung für den Arbeitsmarkt hervor: „In Deutschland ist in den letzten Jahren eine sehr aktive Business Angel-Szene entstanden; unter anderem aufgrund der Möglichkeit, Erlöse bei dem Verkauf von Anteilen ohne größere Steuerlast direkt wieder in neue Firmen investieren zu können. Die neue mögliche Gesetzgebung macht Business Angel-Investments relevant unattraktiver und gefährdet damit die Start-up-Szene in Deutschland.“ Wie wichtig die richtige Investition in Jungunternehmen ist, spiegelt sich auch in der Gesamtwirtschaftsleistung von Jungunternehmen wieder. So generiert allein die Internetwirtschaft mit derzeit 75 Milliarden Euro, rund drei Prozent des Bruttoinlandprodukts. Um diesen Aufwärtstrend nicht zu gefährden, muss die Politik endlich die große volkswirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen anerkennen. Dies für die Zukunft zu gewährleisten, hat sich der neu gegründete Bundesverband Deutsche Startups e.V. zum Ziel gesetzt.

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