Zahl der Not-Gründungen leicht gesunken

Arbeitslosigkeit ist die Motivation für sechzig Prozent der StartUps. Das ergab die im „Gründerreport 2010“ veröffentlichte Analyse der Gründerberatung, durch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Zwar ist die Zahl der sogenannten Not-Gründungen im vergangenen Jahr um vier Prozent gesunken, doch die meisten Jungunternehmer starten noch immer wegen fehlender Alternativen in die Selbständigkeit. Der Hauptnachteil einer solchen Not-Gründung liegt darin, dass diese StartUps oft nicht gut genug vorbereitet sind. In den über 363.500 Beratungsgesprächen, die in den 80 Stellen der Industrie- und Handelskammer durchgeführt wurden, zeigte sich deutlich, dass diejenigen Gründer, die aus „unternehmerischem Pioniergeist“ heraus entschieden, sich ein eigenes Unternehmen aufzubauen, viel besser wissen was sie erwartet und was die Selbständigkeit von ihnen verlangt. Auch sind sie eher in der Lage, ihre Unternehmensidee zu erklären und wie sie sich deren Umsetzung vorstellen. Während rund zwei Drittel derjenigen, die aus Arbeitslosigkeit heraus ihre Selbständigkeit planen, die Besonderheit ihrer Gründungspläne nicht klar erklären können, sind es bei den aus Unternehmergeist Selbständigen, nur rund ein Drittel. Auch die kaufmännischen Fähigkeiten sind bei Not-Gründern weniger gut ausgeprägt. Fehlende Überzeugungskraft kostet viele Antragsteller die Chance auf einen Gründerzuschuss, wie Andreas Lutz, der Betreiber der Seite „gruendungszuschuss.de“ erläutert: „Die Arbeitsagenturen sind gezwungen, dem rigiden Sparkurs der Bundesregierung zu folgen. Jeder Businessplan, jeder Antrag auf die staatliche Finanzspritze wird derzeit strenger geprüft als je zuvor.“ Empfohlen wird deshalb, sich vorab sowohl schriftlich, als auch verbal, auf einen Unterstützungsantrag vorzubereiten, da eine Firmengründung, ohne finanzielle Beihilfe, schnell zum finanziellen Albtraum werden kann.

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