Ministerium plant scharfe Einschränkungen für Spielautomaten

Für Gastronomen waren Zigaretten- und Glücksspielautomaten bisher willkommene, passive Nebeneinkünfte. Zukünftig könnte es für sie jedoch schwerer werden, allein durch die Bereitstellung des Platzes die Kasse aufzubessern. Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge, plant das Wirtschaftsministerium schärfere Auflagen für den Betrieb von Glücksspielautomaten, um Spieler vor zu hohen Verlusten zu schützen. So soll in Gaststätten die mögliche Zahl an Automaten – bisher sind drei Stück pro Lokal zulässig – auf ein Geräte verringert werden. Zudem möchte das Ministerium durchsetzen, dass in die Automaten eine Sperre installiert wird, die für regelmäßige Spielunterbrechungen sorgt. Dadurch soll vermieden werden, dass Spieler „ihren Verlusten nachjagen“. Die Automaten-Wirtschaftsverbände reagierten empört auf die geplanten Einschränkungen. Sie verwiesen außerdem darauf, dass Gastwirte, die rund 50 Prozent der Erträge aus Spielautomaten erhalten, am stärksten darunter zu leiden hätten. Zwar beruht die Kritik der Hersteller und Betreiber von Spielautomaten allein auf Eigeninteresse, doch tatsächlich wäre es, nach dem eingeführten Rauchverbot, bereits die zweite Neuregelung in wenigen Jahren, die zu Lasten der Gastwirte geht und deren Einnahmen mindert.

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