Banken: „Unterirdische“ Beratung

Stiftung Warentest“ hat auch in seiner jetzt veröffentlichten neuen, vergleichenden Studie keine positive Entwicklung in der Bankberatung konstatieren können. Keine einzige der untersuchten Banken konnte mit „gut“ bewertet werden. Nicht einmal an die gesetzlichen Vorgaben hielten sich die meisten von Ihnen.

146 Filialen von 21 Kreditinstituten wurden durch eingesetzte Tester auf die Qualität ihrer Anlagenberatungsgespräche untersucht. In über der Hälfte der Fälle, wurden den Testern beispielsweise nicht das gesetztlich vorgeschriebene Beratungsprotokoll ausgehändigt – trotz der Bitte darum. Nur drei Banken bekamen mit „befriedigend“ das beste erreichte Ergebnis, sechs Banken schnitten „mangelhaft“ ab und die restlichen zwölf kamen gerade einmal auf ein „ausreichend“. Ein drittel der Berater fragte vor der Empfehlung einer Anlage weder nach dem Einkommen, noch nach allgemeinen Vermögensverältnissen des Kunden. Wie sie ohne diese Daten eine für den Kunden passende Anlage gefunden haben wollen, ist unklar. Die Ergebnisse des Tests fiel noch schlechter aus, als im vergangenen Jahr. Offensichtlich haben die Banken kein ersnsthaftes Interesse daran, aus ihren Fehlern, für die wir alle heute bezahlen, zu lernen. Ein Armutszeugnis für unsere Kreditinstitute. Offensichtlich wird sich hier ohne stärkeren Druck durch die Bankaufsicht auch nichts ändern.

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