Säumniszuschlag bei Krankenkassen gekürzt

Die Regierung hat inzwischen beschlossen, den jährlichen Zuschlag für säumige Krankenkassen-Beitragszahler zu senken. Bisher mussten Versicherte, die Schulden bei ihren Krankenkassen angehäuft haben, zusätzlich zum Regelbeitrag noch einen Zuschlag über 60 Prozent der Beitragshöhe bezahlen – was für viele Schuldner nicht zu schaffen ist und dazu führte, dass sie wieder ihren Versicherungsschutz verloren. Für betroffene Privatversicherte gilt in Zukunft, dass sie in einen Notlagentarif mit geringeren Leistungen wechseln dürfen. Außerdem wurden die Zuschläge für Schulden von 60 auf 12 Prozent gesenkt. „Wenn jemand in eine Schieflage geraten ist, muss es einen Weg geben, da wieder rauszukommen“, erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, bei der Bekanntgabe des Beschlusses, in Berlin. Der GKV-Spitzenverband begrüßte den Wegfall der hohen Zinsen, als Chance für die Betroffenen. Dagegen kritisiert eine Sprecherin der SPD, dass dadurch nicht das Gundproblem, dass immer mehr Menschen nicht in der Lage sind, ihre Krankenversicherung zu bezahlen, nicht gelöst würde. Aktuell gibt es, allein bei den gesetzlichen Krankenversicherungen, 100.000 Schuldner, mit einer Gesamtschuldsumme, von zwei Milliarden Euro. Bei Privatversicherungen sind es rund 140.000 Mitglieder, mit Zahlungsrückständen.

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