Deutsche fürchten Altersarmut

Mehr als die Hälfte aller Deutschen fürchten sich vor Altersarmut. Laut einer aktuellen Umfrage durch die Arbeiterwohlfahrt, glauben 58 Prozent, dass ihr Einkommen im Alter nicht ausreichend sein wird, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. 83 Prozent aller Befragten denken außerdem, dass die Gefahr, im Alter zu verarmen, noch zunehmen wird. Nur 18 Prozent von ihnen sehen sich dafür in der Eigenverantwortung. Da die Staatsverschuldung jedoch seit Gründung der Bundesrepublik kontinuierlich zugenommen hat, gehen Wirtschaftsexperten davon aus, dass die staatlichen Leistungen für Rentner in Zukunft weiter herunter geschraubt werden. „Die Zahlen zeigen, dass die Politik in Rentenfragen radikal umdenken muss“, erklärte der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Wolfgang Stadler. „Gefordert ist dringender denn je ein Konzept, das auch zukünftigen Rentnern eine armutsfeste Rente garantiert.“ Dafür könnten beispielsweise, so Stadler, die Sonderkonditionen für Beamte und andere bevorzugte Berufsgruppen gestrichen werden. Reichen wird das jedoch nicht und so wird die Absicherung im Alter mit jedem Jahr mehr von privaten Vorsorgeplänen abhängen.

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