Archiv der Kategorie: Soziales

Welche Corona-Hilfen gibt es für Selbstständige?

Die Fragen ins unserem Forum mehren sich von Tag zu Tag. Daher wollen eine kleine Übersicht geben, welche Corona-Hilfen Selbstständige beziehen können.

Corona-Hilfen vom Bund:

Corona-November- und Dezemberhilfe
  • Umsätze zum Vorjahresmonat werden bis zu 75% kompensiert.
  • Vereinfachte Beantragung für Solo-Selbstständige. Alle anderen Antragssteller brauchen Hilfe von Dritten (Buchführer, Steuerberater u.ä.).
  • Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 30.04.2021 gestellt werden.
  • Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 30.04.2021 gestellt werden.
  • Wo können diese Hilfen beantragt werden?
    • Hier. (Elster-Zertifikat notwendig)
Überbrückungshilfe II & III
  • Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. März 2021.
  • Zur Überbrückungshilfe III gehört auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige”. Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen. Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können zudem für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen.
  • Wo können diese Hilfen beantragt werden?
    • Hier. (Elster-Zertifikat notwendig)

Änderungen bei Rürup-Rente (Basisrente) 2015

Die Rürup-Rente bzw. auch Basisrente genannt ist für viele Selbstständige ein Grundpfeiler ihrer Altersvorsorge. Im aktuellen Jahr ergeben sich wieder einige Veränderungen, die wir gerne kurz zusammenfassen möchten:

  • Es werden 2015 bis zu 22.172 Euro pro Kalenderjahr gefördert statt bisher 20.000 Euro. Bei Verheirateten verdoppelt sich dieser Betrag.
  • Der steuerlich absetzbare Anteil der jährlichen Sparleistung ist wieder um 2 % gestiegen und beträgt nun 80 % der Einzahlungen.
  • Es gibt nun auch eine erhöhte Flexibilität bei der Auszahlung im Alter. Die Basisrente kann statt Monat für Monat jetzt auch als Einmalzahlung im Jahr erfolgen. Ebenso besteht nun die Möglichkeit einer Abfindung einer Kleinbetragsrente (weniger als 1% der jährlichen Bezugsgröße – unter 30 Euro). Die Rente kann dann mit einer Einmalzahlung ausgezahlt werden.

Betriebsrenten müssen nicht gleich berechnet werden

Wie das Erfurter Bundesarbeitsgericht jetzt entschied, müssen die Betriebsrenten von Arbeitern und Angestellten nicht prinzipiell gleich berechnet werden. Zulässig ist eine unterschiedliche Behandlung der Betriebsrenten, wenn daraus resultierende Ungleichheiten anderweitig ausgeglichen werden. Im vorliegenden Fall bestätigten die Richter damit das “Gesamtversorgungssystem” einer rheinländischen Firma, die für Angestellte einen höheren Grundbetrag des betrieblichen Versorgungsanteils vereinbarte, als für ihre Arbeitnehmer. Dagegen hatte ein Arbeiter geklagt. Das Bundesarbeitsgericht entschied jedoch, dass der unterschiedliche Grundbetrag zulässig sei, weil die Arbeitnehmer des beklagten Unternehmens durch Zuschläge für Schichtarbeit ein höheres Einkommen erzielten, als die Angestellten, wodurch sie das Gesamtniveau ihrer Rente vergrößern. Der daraus entstehende ungleiche betriebliche Versorgungsteil soll durch den unterschiedlichen Grundbetrag ausgeglichen werden.

Weiterhin Uneinigkeit beim Mindestlohn

Bisher ist es jedem, nicht durch Tariflöhne gebundenen Arbeitgeber, selbst überlassen festzulegen, wie hoch die zu zahlenden Löhne für verschiedene Arbeitsbereiche sein sollen. Das wird sich vermutlich in naher Zukunft ändern. Erstmals debattiert der Bundestag über ein Mindestlohn-Gesetz. “Mit dem Mindestlohn setzt die große Koalition ein klares Zeichen: Arbeit hat in Deutschland ihren Wert”, erklärte die Arbeitsministerin, Andrea Nahles (SPD). Sie verweist darauf, dass aktuell noch rund fünf Millionen Menschen in Deutschland für Dumpinglöhne arbeiten und ohne einen allgemeinen Mindestlohn, von mindestens 8,50 Euro, keine Chance haben, aus diesem Niedriglohnsektor heraus zu kommen. Trotz anhaltendem Widerspruch der Arbeitgeberverbände, gehen Beobachter davon aus, dass das vorliegende Mindestlohn-Gesetz noch im Juli verabschiedet und vom Bundesrat bestätigt wird. Ab dem 1. Januar kommenden Jahres, soll der Mindestlohn dann flächendeckend gelten. Debattiert wird aktuell noch über die von der CDU geforderten Ausnahmeregelungen, für Jugendliche und Langzeitarbeitslose. Während die Einführung des Mindestlohns als “gesellschaftlicher Fortschritt” begrüßt wird, warnen vor allem SPD und Grüne vor der Ausnahmeregelung für Langzeitarbeitslose. SPD-Abgeordnete Kerstin Griese kündigte an, eine Prüfung dieser Ausnahmeregel, bei der Evaluierung des Gesetzes in zwei Jahren, zu fordern. Auch Jugendliche und Langzeitarbeitslose, bräuchten einen “existenzsichernden Lohn”, wie der Präsident des Sozialverbandes SoVD, Adolf Bauer, anmahnt.

Wie kann man die Motivation im Unternehmen steigern?

Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass die Produktivität parallel zur Zufriedenheit der Mitarbeiter einer Firma steigt, fehlt es den meisten Unternehmern am nötigen Verständnis, wie Mitarbeiter am besten zu motivieren sind. Eine gute Möglichkeit um herauszufinden, was verändert werden muss, um das Arbeitsklima zu verbessern, sind Umfragen unter den Mitarbeitern. Mit den daraus erworbenen Erkenntnissen lassen sich Arbeitsabläufe optimieren und die Motivation entscheidend verbessern. Vor dem Erstellen einer Umfrage muss man die angestrebten Ziele festlegen und die dazu passenden Fragen formulieren. Eine Umfrage, die als Grundlage für eine Verbesserung der Motivation dienen soll, müsste beispielsweise neben Fragen zum aktuellen Stand der Motivation und Leistung, auch Fragen zu möglichen Verbesserungen beinhalten. Wichtig für ein ehrliches Feedback ist, dass die Anonymität der Antworten gewährleistet wird. Können sich die befragten Mitarbeiter dessen nicht sicher sein, sind ehrliche Antworten nicht zu erwarten. Beachtet werden sollte auch, dass die ermittelten Änderungswünsche zeitnah umgesetzt werden, damit sie einerseits nicht in Vergessenheit geraten und andererseits die Mitarbeiter merken, dass ihr Arbeitgeber sie ernst nimmt.